Der Film

Hören kann man nicht nur mit den Ohren. Manche fühlen die Töne mit der Haut oder mit dem Herzen, weil ihr Hörsinn nicht funktioniert. In der venezolanischen Stadt Barquisimeto lernen gehörlose Kinder nicht nur Instrumente spielen, sondern auch in Gebärdensprache singen. Die Schüler kommen zum großen Teil aus armen Verhältnissen und werden im Rahmen eines Sozialprojekts zu Musikern ausgebildet.
Dass die Kinder keine Stimmen hören, ist nur eines von vielen Handicaps, wenn man am Rande der Gesellschaft lebt. Doch in der Musikschule entdecken sie eine Welt, die jedem offen steht.
Der Film beobachtet den Alltag und die Entwicklung seiner Protagonisten auf genaue und intime Weise. Musik als Ausweg und als Chance für die, die sie ausüben.
Da ist der zehnjährige Anibal aus Maracay, der laut seinem Vater der „beste Trompeter“ in ganz Venezuela ist und für den die Musik einen lebenswichtigen Ankerpunkt darstellt.
Ebenso verhält es sich bei Leonardo, einem Kaffebauern aus den Bergen nahe der Stadt Barquisimeto: Fernab von jeglicher Zivilisation, bietet ihm seine andinische Harfe die einzige Möglichkeit, seinen Gefühlen intensiven Ausdruck zu verleihen.
Mit Luis Alfredo schließt sich der Kreis: Aufgewachsen in den Slums von Caracas, hat er den Durchbruch bereits geschafft und kann mit seiner Musik Geld verdienen, selbstständig sein und seine Familie unterstützen. Luis tourt nun mit dem nationalen Jugendorchester durch die ganze Welt.